Samstag, 20. April 2013

Tag 40

Heute wollte ich mit Saeed laufen gehen, bin aber effektiv nur 10 Minuten gegangen. Irgendwas hats. Vielleicht sind das noch Nachwirkungen vom Marathon. Heute war die Laufunlust irgendwie sehr groß. Der Wind hat zu meiner Laune nicht positiv beigetragen. Nächstes Mal wird es aber hoffentlich besser werden. Mit Saeed laufen ist nett!

Seit heute ist es fix: es wird ein Schoko-Kaffee-Kuchen für Milad nach diesem Rezept hier: http://www.bbc.co.uk/food/recipes/chocolate_coffee_cake_72340

Am interessantesten finde ich, dass es auch hier in NL self-raising flour gibt. Man soll laut Rezept noch einen halben Teelöffel Natron zugeben, aber der Kuchen sollte auch so ordentlich wachsen.

Ich überlege, den Kuchen in einem Topf zu backen, weil der Topf ausreichend hoch ist. Solange er gut gefettet ist, sollte das kein Problem sein.

Vorläufig werde ich einmal den Instantkaffee testen, den ich heute gekauft habe - "Wiener Melange" von Nestlé. Anscheinend vermisse ich die Heimat.

Heute werde ich auch meine Sachen für den biking trip morgen packen. Das wird sicher lustig!

Ich war heute Nacht mit Rakesh aus Nepal im International Club. Die Musik war gut. Ich habe nicht getanzt, weil ich dabei irgendwie ständig an Mr. X1 denken musste, ohne den ich nicht tanzen wollte.

Freitag, 19. April 2013

Tag 39

Im Labor funktioniert soweit alles.
Highlight des Tages: Man sieht auf meinem Elektrophoresegel tatsächlich ein Mitochondrien-Signal. Sehr schwach, aber es ist da!
Die PCR ist hoffentlich auch gut gegangen. Sie liegt bis Montag im Kühlschrank und wartet dort auf mich.

 Die alltägliche Warteschlange an der Kassa vom Buffet

 Mein Schatzi, die Laborzentrifuge

Mein Schatzi, die Laborzentrifuge - Close-up

Heute am Abend waren die Olympischen Spiele. Gemeinsam mit Maria (Ö), Zaha (Iran), Saeed (Iran) und Derek (China) habe ich den Iran vertreten. (lol.) Wir haben 2 Spiele gewonnen, 3 verloren, 2 unentschieden.
Spiele des Abends waren:

- Klopball (verloren)
- Basketball (verloren)
- Volleyball (gewonnen)
- Twister (unentschieden)
- Tchoukball (unentschieden)
- Kugelstoßen (verloren)
- Relay Race (gewonnen)
- Tug of War (Seilziehen - toutrekken) (verloren)

Das iranische Team: Saeed, Derek, ich, Maria und Zahra

zwischen den Spielen in der Kantine

Die austro-iranisch-chinesische Connection mit zwei Mitgliedern von IxESN

Maria, ich und Derek


Seit heute kenne ich einen Mr. X3... haha.

Fürs Erste fall ich wiedermal tot ins Bett.

Donnerstag, 18. April 2013

Tag 38

pyrA erfolgreich gezüchtet.

Restriktionsanalyse zeigt im Großen und Ganzen die gewünschten Ergebnisse.

Von 12 Kolonien haben 11 die jeweils gewünschte Mutation. Wenn das nicht gut ist, dann weiß ich auch nicht... Bin stolz auf meine braven Haustiere.

Ich bin noch immer nicht dazu gekommen, mit Mr. X2 in der Kantine einen Kaffee zu trinken, obwohl wir uns heute gegrüßt haben. Schon gar nicht mit Mr. X1, der mir anscheinend aus dem Weg geht.

Du weißt, dass du zu lange im Labor warst, wenn du Zuneigung zu deiner 10000xg Laborzentrifuge entwickelst. Aber ich mag sie total gern. Eine Sigma-Laborzentrifuge, vermutlich aus "West Germany" und circa so alt wie ich. Jahreszahl konnte ich noch keine auf ihr entdecken. Aber sie tut brav und Zentrifugen sind irgendwie coole Maschinen. Ich muss mal ein Foto von meinem Schatzi posten.

Kolleginnen von mir ist heute eine Agarmedium-Glasflasche mit Metalldeckel in der Mikrowelle explodiert. Das hätte ich gern live gesehen... *gg*

Mittwoch, 17. April 2013

Tag 37

pyrA züchten, die Zweite.

Arbeitsplan erstellt.

An Restriction Enzyme Digests gearbeitet.

Ich erlaube mir jetzt tot ins Bett zu fallen.

Ich glaube, als PhD Studentin wäre ich chronisch unterernährt. Das bin ich jetzt schon als Masterstudentin, weil ich einfach nicht genug Zeit zum Einkaufen und Essen habe.

Wer auch immer gesagt hat, Erasmus sei locker und gechillt, war sicher nicht in Wageningen...

Montag, 15. April 2013

Tag 36

Today I don't feel like doing anything...

Ich hoffe, das aendert sich noch...

Tag 35

Tag 1 nach dem Marathon: Vor dem Rennen ist nach dem Rennen

Kaum ist der Marathon vorbei, denke ich schon wieder ans naechste Rennen. Interessant waeren vor allem:
- Triathlon Podersdorf im August
- Wildsau Dirt Run im Oktober

Eigentlich wollte ich das Thema nach einem Marathon abhaken, aber man wird suechtig...

Abenteuer Boarding mit Austrian

Heute hätte ich fast meinen Flug nicht mehr erwischt. Um 5:20 aufgestanden, um 5:50 von daheim weg, um ca. 6:20 am Flughafen, kommen wir beim Check-in an. Es werden zu unserem Ärger gerade 4 Schalter geschlossen. Nachdem die Schlange eine kritische Masse erreicht hat, werden zwei Schalter wieder aufgesperrt. Endlich bin ich am Schalter, da wird mir (um ca. 6:35) mitgeteilt, dass der Flug schon geschlossen ist. Gott sei Dank kann ich trotzdem einchecken. Es folgt ein Wettlauf mit der Zeit. Um 6:40 bin ich am Eingang zum Gate und verabschiede mich von meinem Papa. Danach folgen die Security Checks. Dort piepse ich, werde daher ganzkörperuntersucht und muss meine beiden Schuhe checken lassen. Alles in Ordnung. Schnell packe ich mein ganzes Klumpert (Laptop, Gürtel, Rechner, Headphones, Reisepass, Essenssackerl, Handtasche, Jacken, Aufladegerät vom Handy) und renne (erstaunlich, dass das überhaupt ging am Tag 1 nach dem Marathon!) atemlos zum Gate. Komme um 6:56 außer Puste am Gate an. Gottseidank werden da erst die Business Class etc.-Leute aufgerufen und ich habe sogar noch Zeit, Stefans tollen Apfelkuchen zu essen, bevor ich aufgerufen werde. Um ca. 7:10 betrete ich die Maschine. Gerade nochmal gut gegangen. Uff. Nächstes Mal geh ich früher zum Boarding. Stress bei einem Flug ist echt nicht lustig.

Bennekom <> Koniginnendag

Beim Einkaufen fuer das Tartletos dinner sind wir zum Lidl in Bennekom gefahren. Dort war alles schon fuer den Koniginnendag in Orange geschmückt. Fuer die Festivitaeten am 30. April - da dankt ja die Koenigin ab - werde ich mich wahrscheinlich dort unters Volk mischen und mitfeiern, das wird sicher lustig! Mein T-Shirt wird dem Anlass entsprechend natuerlich orange sein.
Bennekom ist ein total schoener Ortsteil von Wageningen, sehr gruen, sehr nett. Eline ist dort in die Schule gegangen. Sollte mal Fotos machen, die werde ich natuerlich hier reinstellen.

Begegnung mit Mr. X1

Kaum bin ich zurück aus Wien, treffe ich natürlich Mr. X1... im Lidl! Zuerst wollte ich gar nicht unbedingt mit ihm reden, aber dann ist er doch auf mich zugegangen und wir haben uns ein paar Minuten, vielleicht auch mehr, zehn? sehr nett unterhalten. Er hat mir gratuliert und die Hand geschüttelt, wollte wissen, wie es mir auf der Strecke gegangen ist und hat sich total über mein Ergebnis gefreut. Am liebsten hätte ich ihn ja geknuddelt! So ein lieber Mann ist eine Gefahr für die Allgemeinheit. Er sollte so einen Warnhinweis enthalten: "Achtung: Mr. X1 kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen sowie die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit beeinträchtigen." 
Er wird in nächster Zeit nicht am Training teilnehmen, weil er sich was am Fuß getan hat - er meinte, nachdem er mit mir gerannt war, sei er übermütig geworden und habe sich zuviel zugetraut und diese Verletzung zugezogen. Er sei am Weg der Besserung, werde aber noch eine Weile aussetzen müssen. Ich musste lachen, als er mich quasi indirekt für die Verletzung "verantwortlich" machte.
Wir haben uns schließlich wieder verabschiedet, weil ich meinte, ich solle vielleicht wieder meine Kolleginnen Eline und Marielle suchen... er meinte, das Tartletos dinner sei immer sehr "gezellig". Das versteht man auch ohne Wörterbuch :-) Lindsey ist auch total nett.


Aber der "Mr. X1-Effekt" ist furchtbar. Letztes Mal habe ich einen Teil von meinen Proben verhaut. Heute sehe ich ihn wieder und vergesse prompt meine Tasche mit Geldbörsel in der Tartletos-Küche. WTF is wrong with me? Kann bitte jemand diesen Mr. X1-wirkt-auf-mich-wie-eine-Droge-Effekt wieder rückgängig machen?

I'm an attention whore. 

Mr. X' Anerkennung und Glückwünsche waren jeden einzelnen verdammten Kilometer wert. Sein Lob war mein Lohn. Für ihn würde ich es wieder rennen, und wieder, und wieder, und ich würde auch 84 km für ihn rennen. Ich würde noch ganz andere Sachen tun, nur um mir seine Aufmerksamkeit und seinen Respekt zu erarbeiten. Den Ärmelkanal durchschwimmen zum Beispiel.
Ich würde für Dich töten, obwohl's verboten ist!
Ich würde für Dich tröten, ich bin Saxophonist!
Ich würde für Dich löten als Instal-la-la-teur
durch Deinen Gulli kriechen und noch vieles mehr!
Ich bin so blöd, bin so blöd, bin so blöd
wenn es um die Liebe geht ... superblöd!
Ich bin blöd! so unbeschreiblich blöd!
Ich bin so blöd, wenn es um die Liebe geht!
Ich bin blöd, du bist blöd! Sind wir alle blöd? Jawoll!
- EAV, Blöd 

Tartletos dinner

Das Tartletos dinner war total nett! Ich habe beim Kochen hauptsaechlich Gemuese zerkleinert. Es war sehr gezellig. Habe bei der Gelegenheit neue Leute kennengelernt. Es gab 3 verschiedene Quiches: eine "Bolognese" mit Rindfleisch, Fisolen etc., eine mit Broccoli und Lachs sowie eine vegetarische mit Feta, Spinat und Champignons. Als Vorspeise gab es eine Minestrone-aehnliche Tomatensuppe und als Nachspeise griechisches Joghurt mit Marmelade, Beeren und Honig.

Alle fleißig am Schneiden und Kochen!

 Eine der drei schmackhaften Quiches

Die andere Seite der Vereinsküche

Droevendaalsesteeg-Hippie-Wohnungen

Die Tartletos-Kueche befindet sich genialerweise in Droevendaalsesteeg. Das ist ein ziemlich cooler Ort! Dort wohnen einige "Hippies", die dort Parties machen, selber Obst und Gemuese (und vielleicht auch andere Sachen, wer weiss...) anbauen... jedenfalls ein sehr sympathischer Ort! Der Essraum war gleich in der Naehe der Kueche. Das "Buero" von Tartletos ist auch in dem Haus, in dem wir gekocht haben. Tolle Atmosphaere, sehr laessiges Haus!
Es waere sicher total interessant, in Droevendaalsesteeg zu leben... aber wahrscheinlich nicht gut fuer meine Diplomarbeit.

Mr. X2 hat mir übrigens via FB vorgeschlagen, dass wir öfter mal in der Mensa gemeinsam Tee trinken sollten. Sehr nice :-)

Samstag, 13. April 2013

Tag 34

Heute fliege ich heim nach Wien für den Vienna City Marathon. Auf dem Rückflug werde ich meine Backutensilien mitnehmen, damit ich einen tollen Kuchen für Milad backen kann. Es bäckt sich eben am besten mit dem eigenen Equipment!

Ich freue mich schon riesig auf den Marathon. Morgen werden wir sehen, ob Mr. X' Prophezeiung "You're gonna perform well in the marathon thanks to Tartletos. That's probably it!" zutrifft...

 Neusiedler See vom Flugzeug aus. Wunderschöne Abendstimmung!